DAO - Der Weg

Z E N O A S E

Wirklichkeit

Durch unsere Augen nehmen wir die Welt die uns umgibt nicht direkt wahr, sondern unsere Augen sind nur wie das Objektiv einer Kamera.
Von unserer Netzhaut werden die einfallenden Lichtreflexe über unsere Sehnerven zu verschiedenen Hirnarealen, die die Informationen getrennt analysieren und auswerten, transportiert.
(Hirnforscher und Augenärzte würden dies natürlich präziser beschreiben.)

So werden in einem Areal Formen, geometrische Figuren und Gesichter erkannt, während ein anderes Areal sich um Farben und Bewegung kümmert.

Bis hierher kann man vielleicht von objektiver Wahrnehmung sprechen, doch wie sieht es mit dem Gehirnbereich aus, welcher die einströmenden Informationen wertet, klassifiziert, also subjektiviert ? Auf welcher Grundlage trifft unser Gehirn Entscheidungen ?

Sicherlich so, wie unser Gehirn es mit der Zeit gelernt hat.

Da jedoch jeder seine eigenen Erfahrungen macht und diese als Ausgangsbasis für weitere Erfahrungen nutzt, entsteht so eine private Welt, die jeder Mensch individuell produziert und die sich von allen anderen Individualwelten unterscheidet.

Je mehr wir Gebrauch von unseren Erfahrungen machen, je mehr trennen wir uns von der einen Welt, die uns alle gemeinsam umgibt. (da wir immer stärker nur unser Erfahrungsrepertoire nutzen, statt uns für das grundlegend Neue jeder Wahrnehmung offen zu halten.)

Die so entstehende angebliche Persönlichkeit, ist nichts weiter als eine Illusion, die auf privater Geschichte und Vorurteilen basiert, zumindest so lange wir uns blindlings der alltäglichen Reizüberflutung aussetzen, die uns in ihrer Fülle geradezu zum Schubladendenken verführt und uns die Konzentration auf die Wahrnehmung des Augenblicks, so wie er ist, schwer macht.

Mit anderen Worten, es werden rein persönliche Kriterien zur Bestimmung der Welt herangezogen, die nicht jedes mal aufs Neue überprüft, sondern von alten Erfahrungen überschattet werden, Kategorisierungen die die augenblicklich wahrgenommene Situation verfälschen.

So entstehen immer mehr Vorurteile, die uns das einzigartig Neue an jeder Situation nehmen
und uns stattdessen einen Einheitsbrei servieren, den wir mit der Wirklichkeit verwechseln..

Folglich beschränken wir selbst unseren ursprünglich unendlichen Horizont und verkümmern in einem Scheuklappen-Dasein, immer auf der Suche nach ´´etwas`` außerhalb unserer selbst, was uns innerlich erhellen könnte.

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